Ein interessanter Fund auf der IFA 2025
Manchmal entdeckt man auf einer Messe Produkte, nach denen man eigentlich gar nicht gezielt gesucht hat – und genau so ging es uns mit dem BOYA Magic auf der IFA 2025.
Wir produzieren regelmäßig Content und beschäftigen uns dabei natürlich auch mit dem Thema Ton. Denn gerade bei Smartphone-Videos wird häufig viel Wert auf das Bild gelegt, während der Ton eher nebensächlich behandelt wird. Dabei entscheidet eine verständliche und saubere Sprachaufnahme ganz wesentlich darüber, wie professionell ein Video am Ende wirkt.
Das BOYA Magic hat deshalb schnell unser Interesse geweckt. Uns hat vor allem die kompakte Bauweise angesprochen. Wir wollten wissen, ob ein so kleines und unkompliziertes Funksystem tatsächlich für unsere tägliche Content-Produktion geeignet ist.
Inzwischen haben wir es in unterschiedlichen Situationen eingesetzt – insbesondere auf Messen, bei Interviews und für Produktvorstellungen – und dabei einige Erfahrungen gesammelt.
Unser Eindruck: Für mobile Content Creator ist das BOYA Magic eine ausgesprochen interessante Lösung, vor allem dann, wenn man schnell und flexibel arbeiten möchte.
Unser Setup
Das System kommt als BOYA Magic-02 bereits mit umfangreichem Zubehör. Je nach konkreter Kit-Variante gehören unter anderem die beiden Sender, verschiedene Empfänger für USB-C, Lightning und Kamera, das Charging Case, Verbindungskabel, Magnete sowie Windschutze zum Lieferumfang.

Besonders praktisch fanden wir dabei das Charging Case. Es ist nicht einfach nur eine Aufbewahrungsbox, in der die Sender und Empfänger geladen werden. Die Mikrofon-Komponenten können darin unterwegs direkt wieder aufgeladen werden, sodass man nach einem Einsatz nicht erst nach einem separaten Ladegerät suchen muss.



Zusätzlich lässt sich das Case selbst als Stand- bzw. Handmikrofon verwenden. Dadurch wird aus dem eigentlich kompakten Wireless-System bei Bedarf ein etwas klassischeres Mikrofon für Interviews oder kurze Statements. Gerade auf einer Messe ist das praktisch: Für ein Gespräch kann man das Mikrofon schnell in die Hand nehmen, während man es für andere Aufnahmen wieder als Ansteckmikrofon nutzt.
Wir haben außerdem einen zusätzlichen Mini-Stativaufsatz und einen Cold-Shoe-Adapter verwendet. Damit lässt sich das System noch flexibler aufstellen oder beispielsweise an einer Kamera bzw. einem entsprechenden Zubehör befestigen.

Gerade für Content Creator ist diese Flexibilität interessant. Nicht jede Aufnahme findet unter den gleichen Bedingungen statt. Mal halten wir das Smartphone in der Hand, mal steht es auf dem Tripod und bei anderen Aufnahmen soll das Mikrofon direkt am Kamera-Setup befestigt werden.
Genau diese unterschiedlichen Möglichkeiten machen das System für uns interessant.
Lieferumfang des BOYA Magic-02
Je nach gewählter Kit-Variante kann der Lieferumfang unterschiedlich ausfallen. Deshalb sollte man beim Kauf genau darauf achten, welche Version man auswählt. BOYA führt unterschiedliche Kombinationen mit einem oder zwei Sendern sowie verschiedenen Empfängern und Zubehörteilen.
Zu unserem Set beziehungsweise unserem vorhandenen Zubehör gehören:
- BOYA Magic Sender
- Empfänger
- Lade- beziehungsweise Transportlösung
- USB-C-Verbindungskabel
- Adapter für die entsprechende Geräteanbindung
- Magnetbefestigung
- Windschutz
- Transportmöglichkeit
- zusätzlicher Tripod
- zusätzlicher Cold-Shoe-Adapter

Je nach konkreter BOYA-Magic-Kitvariante können unter anderem USB-C-, Lightning- und Kamera-Empfänger sowie verschiedene Kabel und Windschutzlösungen enthalten sein. Die offiziellen BOYA-Angaben weisen ausdrücklich darauf hin, dass der tatsächliche Lieferumfang von der ausgewählten Kit-Variante abhängt.

Unser Tipp: Wer das BOYA Magic als Content-Creator-Set einsetzen möchte, sollte beim Kauf genau prüfen, welcher Empfänger und welches Zubehör tatsächlich im gewünschten Paket enthalten sind. Gerade bei USB-C, Lightning und Kameraanschlüssen können sich die Kits unterscheiden.
Einsatz auf Messen
Eine unserer wichtigsten Anwendungen ist der Einsatz auf Messen und Veranstaltungen.
Hier zeigt sich für uns besonders deutlich, warum ein kleines, kabelloses Mikrofon sinnvoll ist.
Auf einer Messe ist ständig Bewegung. Menschen laufen vorbei, Aussteller sprechen mit Besuchern, im Hintergrund laufen Präsentationen und überall finden Gespräche statt. Gleichzeitig entstehen oft spontane Situationen, die man gerne direkt für Content nutzen möchte.
Genau dann möchten wir nicht erst ein kompliziertes Audio-Setup aufbauen.
Wenn wir an einem interessanten Messestand eine Produktneuheit entdecken oder kurzfristig einen Ansprechpartner für ein kurzes Statement gewinnen können, muss es schnell gehen.
Das BOYA Magic können wir dafür relativ unkompliziert einsetzen. Das Smartphone wird positioniert, das Mikrofon angebracht und schon kann die Aufnahme beginnen.
Für uns ist das ein großer Vorteil.
Gerade bei Messe-Content zählt häufig der Moment. Wenn man erst mehrere Minuten Equipment aufbauen muss, ist die spontane Situation möglicherweise schon vorbei.
Interviews – hier spielt das System seine Stärken aus
Noch wichtiger ist für uns der Einsatz bei Interviews.
Bei einem Interview steht und fällt die Qualität des Videos mit der Verständlichkeit der Gesprächspartner. Niemand möchte sich später durch eine Aufnahme kämpfen, bei der die Stimmen zu leise sind oder in den Hintergrundgeräuschen untergehen.
Mit dem BOYA Magic können wir die Aufnahme deutlich näher an die sprechende Person bringen.
Bei Interviews hat uns vor allem die Flexibilität gefallen. Statt das Mikrofon fest am Gesprächspartner befestigen zu müssen, kann man das Case bzw. Mikrofon auch als Handmikrofon nutzen.
Das wirkt bei einem klassischen Interview sogar etwas vertrauter und macht es einfacher, das Mikrofon zwischen mehreren Gesprächspartnern weiterzugeben.
Bei Produktvorstellungen haben wir dagegen eher auf die kompakte Anstecklösung gesetzt. So bleiben die Hände frei und man kann sich auf das Produkt und die Präsentation konzentrieren.
Für Content Creator, die beispielsweise Messeberichte, Instagram- oder TikTok-Videos, YouTube-Beiträge oder kurze Produktvorstellungen produzieren, ist diese Flexibilität aus unserer Sicht ein echter Pluspunkt.
Das gibt uns außerdem mehr Freiheit bei der Positionierung des Smartphones oder der Kamera. Wir müssen das Aufnahmegerät nicht direkt vor den Gesprächspartner halten, nur damit dessen Stimme einigermaßen verständlich aufgenommen wird. Besonders auf Messen ist das angenehm.
Wir können uns auf das Gespräch konzentrieren, während das Mikrofon die Sprachaufnahme übernimmt.
Natürlich kann auch ein solches Mikrofon die Akustik einer lauten Messehalle nicht vollständig eliminieren. Deshalb versuchen wir bei wichtigen Interviews trotzdem, einen möglichst ruhigen Bereich zu finden.
Aber gerade bei spontanen Gesprächen ist die Flexibilität für uns ein echter Vorteil.
Produktvorstellungen mit dem Tripod
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich sind Produktvorstellungen.
Hier kommt unser zusätzlicher Tripod besonders häufig zum Einsatz.


Wir können das Smartphone stabil aufstellen und uns anschließend vollständig auf das Produkt konzentrieren. Das ist beispielsweise praktisch, wenn wir ein neues Gerät vorstellen, Funktionen erklären oder einen persönlichen Eindruck zu einem Produkt geben möchten.
Dabei merken wir, wie angenehm ein möglichst einfaches Setup ist.
Wir brauchen nicht zwingend eine große Kameraausrüstung. Für viele unserer Beiträge reicht das Smartphone als Kamera völlig aus – wenn der Ton stimmt.
Das BOYA Magic ergänzt dieses Setup deshalb sehr gut.
Der zusätzliche Tripod sorgt für eine stabile Kameraposition, während wir uns frei vor der Kamera bewegen und gleichzeitig sprechen können.
Der Cold-Shoe-Adapter als praktische Ergänzung
Den Cold-Shoe-Adapter sehen wir vor allem als kleines, aber nützliches Detail.
Wer mit Kamera- oder Smartphone-Zubehör arbeitet, kennt das Problem: Je mehr Komponenten man kombiniert, desto wichtiger werden passende Befestigungsmöglichkeiten.
Mit dem Adapter lässt sich das Mikrofon-Setup flexibler integrieren, ohne dass man für jede Anwendung eine komplett andere Lösung benötigt.
Gerade wenn wir zwischen Produktvorstellung, Interview und Messebericht wechseln, ist diese Flexibilität angenehm.
Tonqualität im praktischen Einsatz
Natürlich war für uns die wichtigste Frage: Wie klingt das BOYA Magic tatsächlich?
Unser Eindruck ist, dass sich die Sprachaufnahme gegenüber dem integrierten Smartphone-Mikrofon deutlich verbessert. Die Stimme steht stärker im Vordergrund und wirkt direkter. Das macht sich besonders bei Interviews und Produktvorstellungen bemerkbar.
Für uns ist das entscheidend, denn gerade bei Content, der hauptsächlich aus gesprochenem Text besteht, ist eine gute Sprachverständlichkeit wichtiger als viele andere technische Details.
Wir würden das BOYA Magic allerdings nicht mit einem professionellen Studiomikrofon vergleichen.
Das ist für unseren Einsatzzweck aber auch gar nicht notwendig. Wir suchen kein Mikrofon für eine professionelle Musikproduktion, sondern ein mobiles System für Video-Content.
Und genau dort funktioniert es für uns sehr gut.
Auch beim Laden praktisch
Das Charging Case ist für uns eines der praktischen Details des Systems. Die Mikrofone lassen sich nach dem Einsatz einfach wieder ins Case legen und dort laden. Gleichzeitig hat man alles zusammen an einem Ort und muss nicht ständig nach einzelnen Komponenten suchen.


Gerade bei längeren Messetagen ist das angenehm. Wenn zwischendurch eine Pause ansteht, können die Mikrofone wieder ins Case und später direkt weiterverwendet werden.
Dass das Case zusätzlich als Stand- oder Handmikrofon eingesetzt werden kann, macht das Konzept noch vielseitiger. Wir hatten damit praktisch mehrere Möglichkeiten in einem System: Ansteckmikrofon für moderierte Beiträge, Handmikrofon für Interviews und eine Standlösung mit Tripod für Situationen, in denen das Mikrofon nicht ständig gehalten werden soll.
Kleine Kritikpunkte
Natürlich möchten wir auch die Punkte erwähnen, die uns nicht ganz so gut gefallen.
Wer zum ersten Mal mit einem drahtlosen Mikrofonsystem arbeitet, muss sich zunächst mit den einzelnen Komponenten und Anschlüssen vertraut machen.
Außerdem sollte man gerade bei Messeaufnahmen nicht erwarten, dass sämtliche Umgebungsgeräusche verschwinden. Eine laute Messe bleibt eine laute Messe.
Auch bei Außenaufnahmen ist Wind ein Thema. Hier sollte man auf den passenden Windschutz achten und möglichst einen geeigneten Aufnahmeort wählen.
Ein weiterer Punkt: Beim Zubehör sollte man genau hinschauen. Nicht jede Kit-Variante enthält automatisch alle Anschlüsse oder zusätzliches Zubehör, das man vielleicht für seine persönliche Anwendung benötigt. Der offizielle BOYA-Lieferumfang unterscheidet sich je nach gewähltem Kit.
Für uns sind das allerdings eher Punkte, die man bei der Anschaffung und Nutzung berücksichtigen sollte, als echte Schwächen des Systems.
Für welche Content Creator würden wir das BOYA Magic empfehlen?
Aus unserer Sicht ist das BOYA Magic vor allem für Content Creator interessant, die mobil, spontan und flexibel arbeiten.
Besonders gut können wir uns den Einsatz vorstellen bei:
- Messe- und Event-Content
- Interviews
- Produktvorstellungen
- YouTube-Videos
- Social-Media-Clips
- Vlogs
- Unternehmens- und Business-Content
- Tutorials und Erklärvideos
- Content-Produktion mit dem Smartphone
Gerade für Creator, die häufig unterwegs sind, ist ein kleines Setup unserer Meinung nach ein großer Vorteil. Man nimmt weniger Equipment mit, ist schneller startklar und kann spontane Situationen besser nutzen.
Unser Fazit
Unser BOYA Magic war für uns ein interessanter Fund auf der IFA 2025 und hat sich inzwischen zu einem praktischen Bestandteil unseres Content-Equipments entwickelt.
Besonders die Kombination aus Mikrofon, zusätzlichem Tripod und Cold-Shoe-Adapter gefällt uns. Damit können wir unser Setup je nach Situation verändern und das Mikrofon sowohl für Interviews als auch für Produktvorstellungen und Messeberichte einsetzen.
Auf Messen schätzen wir vor allem die schnelle Einsatzbereitschaft. Bei Interviews gefällt uns die Möglichkeit, die Sprachaufnahme näher an die sprechende Person zu bringen. Und bei Produktvorstellungen profitieren wir von der Kombination aus Mikrofon und Tripod.
Natürlich ersetzt das BOYA Magic kein professionelles Studiomikrofon und bei schwierigen Umgebungsbedingungen muss man weiterhin ein wenig auf die Aufnahmesituation achten. Aber genau das ist für uns auch nicht der Punkt.
Wir möchten Content produzieren, ohne dafür ein komplettes Tonstudio mitnehmen zu müssen. Und genau dafür finden wir das BOYA Magic sehr gelungen.
Unser persönlicher Eindruck: Für Content Creator, die regelmäßig auf Messen unterwegs sind, Interviews führen oder Produkte vorstellen und dabei überwiegend mit dem Smartphone arbeiten, ist das BOYA Magic eine interessante und flexible Ergänzung des Equipments.
Was 2025 als Fund auf der IFA begonnen hat, ist für uns mittlerweile ein kleines, aber wichtiges Werkzeug bei der Content-Produktion geworden.



