Klein, vernetzt und weltweit einsetzbar: Myloc8 will nicht nur wissen, wo sich ein Gegenstand befindet, sondern macht aus GPS-Tracking ein komplettes System. Auf der IFA 2026 sind wir auf die verschiedenen Tracker aufmerksam geworden – und fanden schnell mehr Einsatzmöglichkeiten als nur den klassischen Koffer.
Auf der IFA gibt es jedes Jahr Produkte, bei denen wir zunächst einfach vorbeilaufen. Und dann gibt es Geräte, bei denen wir beim zweiten Blick stehen bleiben, weil man sofort überlegt: „Dafür könnten wir tatsächlich eine Anwendung haben.“


Genau in diese Kategorie fällt für uns Myloc8.
Auf den ersten Blick handelt es sich um kleine GPS-Tracker. Doch hinter den Geräten steckt deutlich mehr. Myloc8 kombiniert die Hardware mit GPS/GNSS, Mobilfunk, einer App und einer Weboberfläche. Angeboten werden verschiedene Modelle für unterschiedliche Einsatzbereiche – vom kleinen persönlichen Gegenstand über Fahrzeuge bis hin zu professionellem Equipment.
Myloc8 gehört dabei zur Trackimo Group, die seit vielen Jahren Lösungen für Personal Safety und Asset Tracking entwickelt. Der Hersteller kombiniert eigene Hardware mit Software und Kommunikationslösungen. Je nach Gerät kommen GPS, WLAN, Bluetooth und unterschiedliche Mobilfunktechniken zum Einsatz.
Mehr als nur ein „Wo ist das?“
GPS-Tracker sind inzwischen nichts völlig Neues mehr. Viele kennen kleine Ortungsgeräte vom Fahrrad, vom Auto oder vom Gepäck.
Der interessante Punkt bei Myloc8 ist aber die Kombination aus Ortung und Mobilfunk. Der Tracker kann seine Position selbstständig bestimmen und anschließend über das Mobilfunknetz an die Myloc8-Plattform übertragen.
Das Smartphone muss also nicht direkt neben dem Tracker liegen.
Genau darin liegt der Unterschied zu einfachen Bluetooth-Trackern. Myloc8 ist dafür gedacht, auch über größere Entfernungen hinweg zu funktionieren. Laut Hersteller können die Geräte weltweit eingesetzt werden, sofern eine entsprechende Mobilfunkverbindung vorhanden ist. Fällt die Mobilfunkverbindung einmal aus, kann der Tracker die Positionsdaten zwischenspeichern und nach der erneuten Verbindung übertragen.
Damit wird aus einem kleinen Kästchen ein richtig interessantes Werkzeug.
Vom Rucksack bis zum Fahrzeug
Der Hersteller sieht eine ganze Reihe von Einsatzmöglichkeiten.
Ein Myloc8 kann beispielsweise im Rucksack, im Koffer oder in einer Tasche stecken. Auch Sportausrüstung oder wertvolles technisches Equipment lässt sich damit überwachen. Für Fahrzeuge werden ebenfalls Einsatzmöglichkeiten genannt – vom Auto und Motorrad bis zum LKW oder Container.
Und genau hier wird es für uns als Computer Club interessant.
Bei unseren Veranstaltungen und Fielddays ist immer wieder einiges an Technik unterwegs. Funktechnik, Messgeräte, Computer, Werkzeug und anderes Equipment wechseln ihren Standort. Bei wertvoller Technik kann es durchaus beruhigend sein, im Zweifel nachsehen zu können, wo sich ein Gerät befindet.
Natürlich ersetzt ein Tracker keine vernünftige Sicherung. Aber er kann eine zusätzliche Möglichkeit bieten, den Standort eines Gegenstandes im Auge zu behalten.
Die App zeigt, wo sich der Tracker befindet
Die Bedienung soll möglichst einfach funktionieren. Nach der Einrichtung wird der Tracker über die Myloc8-App beziehungsweise über das Web-Terminal verwaltet.
Auf einer Karte lässt sich der aktuelle Standort anzeigen. Zusätzlich können zurückgelegte Wege beziehungsweise die Standort-Historie betrachtet werden.
Besonders praktisch finden wir die Möglichkeit, sogenannte Geofences einzurichten. Dabei wird ein virtueller Bereich definiert. Verlässt der Tracker diesen Bereich, kann eine entsprechende Meldung ausgelöst werden.
Das lässt sich beispielsweise für ein Fahrzeug nutzen, das normalerweise auf einem bestimmten Gelände steht. Aber auch ein Transportkoffer mit Technik könnte überwacht werden.
Der Hersteller bietet außerdem Benachrichtigungen per App, SMS oder E-Mail sowie verschiedene Warnfunktionen. Je nach Tracker stehen unter anderem Bewegungs-, Geschwindigkeits- oder Standortwarnungen zur Verfügung.
Verschiedene Tracker für verschiedene Aufgaben
Was uns bei Myloc8 besonders aufgefallen ist: Es gibt nicht einfach nur einen Tracker.
Die Produktfamilie umfasst verschiedene Geräte, die sich hinsichtlich Bauform, Akkulaufzeit und Ausstattung unterscheiden.
Der klassische Myloc8 GPS Tracker ist beispielsweise gerade einmal 47 × 40 × 17 Millimeter groß und wiegt rund 42 Gramm. Er besitzt einen 600-mAh-Akku und unterstützt GPS, GLONASS, BeiDou und QZSS. Für die Mobilfunkkommunikation ist eine integrierte SIM vorgesehen. Der Hersteller gibt je nach Betriebsart und Netzbedingungen eine Akkulaufzeit von bis zu sechs Tagen an.
Das Gerät kann mit unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten eingesetzt werden. Genannt werden unter anderem Clip, Riemen, Klettverschluss, Magnet und Lanyard.
Damit kann man den Tracker beispielsweise einfach an einer Tasche befestigen oder an einem Gegenstand unterbringen.
Wenn es etwas größer sein darf
Wer eine besonders lange Laufzeit benötigt, kann sich beispielsweise den Myloc8 Ultra ansehen.
Der Ultra ist deutlich größer und schwerer als der kompakte Standard-Tracker. Dafür steckt in ihm ein 10.000-mAh-Akku mit 37 Wh. Je nach Betriebsbedingungen und Tracking-Einstellung gibt der Hersteller Laufzeiten von mehreren Tagen bis hin zu vielen Monaten an.
Das Gerät ist außerdem nach IP68 geschützt und damit auch für anspruchsvollere Einsatzbereiche interessant. Die Positionsdaten können über LTE übertragen werden, wobei das Gerät je nach Netzsituation auch auf ältere Mobilfunkstandards zurückgreifen kann.
Damit eignet sich dieses Modell beispielsweise für Fahrzeuge, Container oder anderes Equipment, bei dem eine besonders lange Laufzeit wichtiger ist als eine möglichst kleine Bauform.
Der flache Myloc8 Edge
Interessant ist auch der Myloc8 Edge. Dieses Modell ist mit einer Bauhöhe von gerade einmal 6,5 Millimetern besonders flach und wiegt laut Hersteller rund 44 Gramm.
Neben GPS und Mobilfunk besitzt der Edge unter anderem einen Lichtsensor und einen Drucksensor. Der Lichtsensor kann beispielsweise feststellen, ob sich die Lichtverhältnisse verändern – was bei einem Koffer oder einer Tasche durchaus interessant sein kann.
Der Hersteller beschreibt den Edge unter anderem für Asset-Tracking und Fahrzeuge. Auch ein automatischer Flugmodus für Reisen gehört zu den vorgesehenen Funktionen.
Gerade solche Details zeigen, dass die verschiedenen Myloc8-Geräte nicht einfach nur unterschiedlich große Gehäuse bekommen haben. Die einzelnen Modelle sind tatsächlich auf unterschiedliche Aufgaben ausgelegt.
Myloc8 Halo – klein und mit SOS-Taste
Mit dem Myloc8 Halo beziehungsweise AS700 gibt es außerdem einen sehr kompakten Tracker mit runder Bauform.
Das Gerät misst rund 42 Millimeter im Durchmesser und wiegt etwa 30 Gramm. Der Hersteller nennt unter anderem eine integrierte internationale SIM, GPS/GNSS, Geofencing, Geschwindigkeitsüberwachung und eine SOS-Taste.
Wird die SOS-Taste ausgelöst, können hinterlegte Notfallkontakte eine entsprechende Benachrichtigung erhalten. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu etwa 120 Stunden an.
Damit richtet sich dieses Modell nicht nur an die Überwachung von Gegenständen. Auch für Personen oder Aktivitäten im Freien ergeben sich interessante Einsatzmöglichkeiten.
Ein Konto für mehrere Geräte
Eine Sache finden wir bei Myloc8 besonders praktisch: Die verschiedenen Tracker lassen sich über ein gemeinsames System verwalten.
Wer beispielsweise einen Tracker im Fahrzeug, einen weiteren im Equipment-Koffer und einen dritten für eine andere Anwendung besitzt, kann diese Geräte gemeinsam über die Myloc8-Plattform verwalten.
Die App zeigt dabei unter anderem Standort, Batteriestatus und Mobilfunksignal an. Über das Web-Terminal lassen sich ebenfalls Live-Standorte, historische Routen und Warnungen abrufen.
Damit eignet sich das System nicht nur für den privaten Einsatz, sondern kann auch für kleinere Unternehmen oder Vereine interessant werden.
Und was passiert ohne Mobilfunk?
Ein wichtiger Punkt bei jedem GPS-Tracker ist die Mobilfunkverbindung.
GPS beziehungsweise GNSS kann grundsätzlich den Standort bestimmen. Damit dieser Standort aber an die App übertragen wird, benötigt der Tracker eine entsprechende Datenverbindung.
Myloc8 setzt deshalb auf integrierte SIM-Karten und Mobilfunk. Der Hersteller beschreibt seine Geräte mit weltweitem Roaming beziehungsweise weltweiter Nutzung – allerdings natürlich immer unter der Voraussetzung, dass am jeweiligen Standort ein unterstütztes Mobilfunknetz verfügbar ist.
Ist vorübergehend kein Mobilfunk vorhanden, kann der Tracker die Daten zwischenspeichern und später übertragen.
Das ist beispielsweise auf Reisen oder in abgelegenen Gebieten interessant.
Ein Punkt, den man vor dem Kauf wissen sollte
Ganz ohne laufende Kosten kommt das System allerdings nicht aus.
Für die Nutzung eines Myloc8-Trackers ist ein entsprechendes Abonnement erforderlich. Darin sind unter anderem die integrierte SIM mit weltweitem Roaming, die Standortübertragung, Warnmeldungen, die Speicherung der Standort-Historie sowie die Nutzung von App und Webplattform enthalten.
Das sollte man beim Vergleich mit einfachen Bluetooth-Trackern unbedingt berücksichtigen.
Dafür erhält man aber auch ein wesentlich umfangreicheres System. Ein Myloc8 ist eben nicht nur ein kleines Gerät, das irgendwann einmal den letzten bekannten Standort anzeigt. Es geht um kontinuierliche Ortung, Warnungen, Historie und eine eigene Mobilfunkverbindung.





Unser Eindruck von der IFA 2026
Für uns war Myloc8 eine der interessanteren Entdeckungen auf der IFA 2026, gerade weil das Thema auf den ersten Blick so unscheinbar wirkt.
Ein kleiner Tracker klingt zunächst nicht nach der großen technischen Sensation. Schaut man sich aber die Möglichkeiten genauer an, sieht die Sache schon anders aus.
Ob Koffer, Rucksack, Fahrrad, Fahrzeug, Container oder technische Ausrüstung – mit einem passenden Myloc8-Gerät lässt sich vieles überwachen. Durch GPS/GNSS, Mobilfunk, App, Weboberfläche, Geofencing und verschiedene Warnfunktionen entsteht ein komplettes Tracking-System.
Besonders gut gefällt uns dabei, dass es nicht nur ein Gerät für alle Anwendungen gibt. Wer etwas möglichst Kleines benötigt, findet entsprechende Modelle. Wer lange Akkulaufzeiten braucht, kann zu größeren Geräten greifen. Und für Personen gibt es ebenfalls passende Varianten mit SOS-Funktion.
Für unseren Computer Club können wir uns Myloc8 beispielsweise bei Veranstaltungen, Fielddays oder beim Transport wertvoller Technik vorstellen. Gerade wenn Equipment regelmäßig unterwegs ist, kann eine zusätzliche Möglichkeit zur Standortkontrolle durchaus sinnvoll sein.
Unser Fazit: Myloc8 ist weit mehr als ein einfacher GPS-Tracker. Die Kombination aus Hardware, Mobilfunk, App und Webplattform macht daraus ein flexibles Ortungssystem, das sich an ganz unterschiedliche Aufgaben anpassen lässt.
Und genau solche Produkte machen für uns einen Rundgang über die IFA spannend: Man entdeckt nicht immer nur die großen Fernseher, Smartphones oder Haushaltsgeräte, sondern auch kleine technische Lösungen, bei denen man sofort überlegt, wo sie im eigenen Alltag oder im Club sinnvoll eingesetzt werden könnten.



