Die SNOM Technology GmbH ist seit 1997 in Berlin ansässig. Ursprünglich stellte das Unternehmen medizinische Mikroskope her. Im Jahr 1999 brachte SNOM mit dem SNOM 100 das erste Telefon auf Basis des H.323-Standards auf den Markt. Bereits ein Jahr später folgte eine Version mit SIP-Unterstützung. Seitdem hat das Unternehmen seine Produkte kontinuierlich weiterentwickelt und das Portfolio stetig ausgebaut.
Mit dem ersten SNOM-Telefon war die Entwicklung keineswegs abgeschlossen. Heute umfasst das Produktportfolio neben klassischen Desktop-Telefonen auch DECT-VoIP-Telefone, sodass für nahezu jedes Einsatzszenario eine passende Lösung verfügbar ist. Ergänzt wird das Angebot durch Zubehör wie das SNOM PA1, ein Durchsagemodul, das neben Sprachdurchsagen auch Musik per Multicast streamen kann. Darüber hinaus verfügt es über Aktoren, mit denen sich verschiedenste Schaltaufgaben realisieren lassen.
Neben Endgeräten und Zubehör bot die SNOM Technology GmbH mit der SNOM ONE auch eine eigene VoIP-Telefonanlage an. Damit war es möglich, eine vollständige VoIP-Kommunikationslösung aus einer Hand zu beziehen.
Die Einsatzmöglichkeiten der SNOM-Endgeräte gehen jedoch weit über die reine Telefonie hinaus. So lassen sich beispielsweise Steuerungsaufgaben im Smart Home oder in Bürogebäuden realisieren. Ebenso wird die Anbindung von Videotürklingeln unterstützt. Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Hersteller empfiehlt es sich jedoch, vorab den SNOM-Support zu kontaktieren, um die Kompatibilität sicherzustellen.
Auch beim Thema Mobilität bietet SNOM interessante Möglichkeiten. Durch entsprechende Firmware- und Feature-Updates lassen sich viele Geräte für den Einsatz mit OpenVPN konfigurieren. Dadurch kann ein Homeoffice-Arbeitsplatz schnell eingerichtet werden, ohne dass Mitarbeiter bei der Telefonie Einschränkungen oder Unterschiede zur Büroinstallation feststellen.
Die Stromversorgung erfolgt entweder über ein separates Netzteil oder per Power over Ethernet (PoE). Zusätzlich verfügen die meisten Telefone über einen integrierten LAN-Switch mit PC-Anschluss. Dadurch kann ein vorhandener Netzwerkanschluss sowohl für das Telefon als auch für den angeschlossenen Computer genutzt werden, ohne dass eine zusätzliche Netzwerkverkabelung erforderlich ist.
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Flexibilität der Geräte. Erweiterungsmodule, Headsets per Bluetooth oder Kabel sowie die Möglichkeit, WLAN nachzurüsten, erlauben eine individuelle Anpassung an unterschiedlichste Anforderungen.
In unserer Umgebung setzen wir unter anderem die Modelle D305, D385, D735, D785N, D785 und D865 ein. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die einfache Konfiguration sowie die problemlose Integration in unsere bestehende Infrastruktur. Gleichzeitig wollten wir die Geräte möglichst umfassend testen, um herauszufinden, welche Funktionen im täglichen Einsatz tatsächlich benötigt werden und wie sich die verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten in der Praxis bewähren.
Als Ausgangsbasis dient eine FreePBX-Installation. Die SNOM-Telefone sollen dabei automatisch professioniert werden. Zu den grundlegenden Anforderungen gehören selbstverständlich Funktionen wie Makeln, Weiterverbinden und Konferenzschaltungen. Darüber hinaus sind ein zentrales Telefonbuch, BLF-Funktionalität (Busy Lamp Field) sowie eine zuverlässige Rufnummernerkennung wünschenswert.
Über unsere Erfahrungen mit den Geräten, die Einrichtung sowie interessante Funktionen werden wir an dieser Stelle regelmäßig berichten und praktische Tipps sowie Tricks vorstellen.


